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Zulassungsstopp des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefährdet Sprachkursträger und Integrationsarbeit

Die aktuelle Entscheidung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), einen Zulassungsstopp für neue Sprachkursträger zu verhängen, sorgt bundesweit für große Verunsicherung in der Weiterbildungsbranche. Zahlreiche Bildungseinrichtungen und auch wir als Staßfurter Urania e.V. sehen die Existenz bedroht und warnen vor gravierenden Folgen für Integrations- und Berufssprachkurse.

Der Zulassungsstopp trifft insbesondere kleinere und mittelständische Sprachkursträger, die seit Jahren Integrationskurse und Berufssprachkurse anbieten. Neue Anbieter können keine Zulassung mehr erhalten, wir als bestehender Träger vermissen Planungssicherheiten. Die erschwerten Rahmenbedingungen durch Degressionsmaßnahmen, die auf dem Rücken der Bildungsanbieter ausgetragen werden, wirken zusätzlich für Belastung.

Existenzbedrohung für Bildungsträger

Viele Einrichtungen haben in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen in Personal, Infrastruktur und Qualitätssicherung getätigt. Der aktuelle Zulassungsstopp führt dazu, dass geplante Erweiterungen nicht umgesetzt werden können und qualifiziertes Lehrpersonal keine langfristige Perspektive erhält. Erste Träger berichten bereits von Kurzarbeit und drohendem Personalabbau. Wir haben personell und technisch stark aufgerüstet um qualitativ hochwertige Arbeit leisten zu können.

Folgen für Teilnehmende und Integration

Die Maßnahme wirkt sich unmittelbar auf Migrantinnen und Migranten aus, die auf Integrations- und Berufssprachkurse angewiesen sind. Bereits jetzt gibt es in vielen Regionen Wartelisten. Eine weitere Verknappung des Angebots verschärft die Situation und verzögert Integration, Arbeitsmarktintegration und gesellschaftliche Teilhabe.

Forderung nach Transparenz und Dialog

Die betroffenen Sprachkursträger fordern vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie vom zuständigen Bundesministerium des Innern und für Heimat eine transparente Kommunikation der Gründe für den Zulassungsstopp sowie eine klare Perspektive für die Zukunft der Integrations- und Berufssprachkurse.

„Integration braucht verlässliche Strukturen. Kurzfristige Entscheidungen ohne langfristige Perspektive gefährden gewachsene Bildungsangebote und das Vertrauen aller Beteiligten“, so Vertreterinnen und Vertreter der Branche.

Wir als Staßfurter Urania e.V.  appellieren an die politischen Entscheidungsträger, zeitnah Lösungen zu erarbeiten, um Planungssicherheit herzustellen und die Integrationsarbeit in Deutschland nicht nachhaltig zu schwächen.