
Staßfurt von 1949 bis heute: Stadtgeschichte im Gespräch

18. November | 15:00 – 17:00
Staßfurt von 1949 bis heute: Stadtgeschichte im Gespräch
Wie hat sich Staßfurt seit 1949 verändert? Welche Orte verbinden die Menschen mit ihrer Kindheit, ihrem Arbeitsleben oder den politischen Umbrüchen der vergangenen Jahrzehnte? Der Mittwochstreff der Staßfurter Urania e. V. widmet sich am 18. November 2026 um 15 Uhr der „Geschichte von Staßfurt 1949 bis heute“. Ein Vortrag und eine Gesprächsrunde mit Karl-Michael Beyer vom Staßfurter Geschichtsverein e. V.
Wichtig ist der Treffpunkt: Staßfurt, Großer Markt 9. Die Veranstaltung ist kostenlos und offen für alle, die mehr über die jüngere Geschichte ihrer Stadt erfahren oder sich mit ihr erneut beschäftigen möchten.
Eine Zeitspanne, die viele Lebensgeschichten berührt
Der Beginn im Jahr 1949 und der Blick bis in die Gegenwart setzen einen weiten Rahmen. Darin liegen verschiedene politische und gesellschaftliche Verhältnisse. Für Besucherinnen und Besucher kann die Beschäftigung mit dieser Zeit sehr persönlich werden: Manche erinnern sich an Wege zur Schule, andere an Betriebe, Geschäfte oder Häuser, die ihr vertrautes Stadtbild geprägt haben. Jüngere Menschen wiederum kennen vieles nur aus Erzählungen.
Gerade deshalb ist die Frage interessant, wie persönliche Erinnerung und historische Einordnung zusammenfinden. Eine Kindheitserinnerung erzählt, wie sich ein Ort angefühlt hat. Eine Jahreszahl hält fest, wann eine Veränderung geschah. Beides kann den Blick auf eine Stadt bereichern, ohne dass es dieselbe Art von Quelle wäre. Der angekündigte Austausch bietet einen Anlass, über solche unterschiedlichen Zugänge nachzudenken.
Veränderungen im Stadtbild als historische Spuren
Zur allgemeinen Einordnung des Themas nennt die Zeittafel des Staßfurter Geschichtsvereins beispielsweise das Ende der Straßenbahn 1957, den Beginn des Abrisses des Schiefen Turms 1964 und die Einweihung des Stadtsees 2006. Diese Beispiele veranschaulichen, wie stark sich vertraute Orte und Verkehrswege innerhalb weniger Jahrzehnte verändern können.
Beim Nachdenken über solche Veränderungen stellen sich weitere Fragen: Was blieb im Gedächtnis, obwohl es längst verschwunden ist? Welche neuen Orte wurden für die Stadt wichtig? Und wie erzählen Menschen, die erst später nach Staßfurt gekommen sind, von ihrem Ankommen? Stadtgeschichte erhält dadurch einen Bezug zum heutigen Leben vor Ort.
Mit Interesse an der eigenen Stadt teilnehmen
Karl-Michael Beyer ist als Ihr Referent vom Staßfurter Geschichtsverein. Die Verbindung von Vortrag und Gesprächsrunde lädt dazu ein, zuzuhören und sich mit den angesprochenen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Wer historische Vorkenntnisse besitzt, kann ebenso anknüpfen wie jemand, der die Stadtgeschichte gerade erst entdeckt. Das Angebot des Mittwochstreffs richtet sich ausdrücklich an alle Interessierten. Für Rückfragen zur Organisation stehen die Kontaktdaten der Urania zur Verfügung.
Wichtiger Hinweis: Der Treffpunkt ist Großer Markt 9.
10 interessante Fakten zum Thema
Allgemeine Hintergrundinformationen, keine zugesagte Gliederung der Veranstaltung.
- 1952 wurde Staßfurt Kreisstadt. Zeittafel
- Der Tierpark am Luisenplatz entstand zwischen 1954 und 1958. Zeittafel
- Die Staßfurter Straßenbahn stellte am 31. Dezember 1957 ihren Betrieb ein. Zeittafel
- 1964 begann der Abriss des Schiefen Turms. Zeittafel
- Der Kalibergbau in Staßfurt endete 1972. Zeittafel
- 1989 fand ein erster Runder Tisch in Staßfurt statt. Zeittafel
- Im April 1994 traf ein schweres Hochwasser die Stadt. Zeittafel
- 1999 zog die Stadtverwaltung in das Rathaus an der Hohenerxlebener Straße. Zeittafel
- 2003 wurden Hohenerxleben und Löderburg eingemeindet. Zeittafel
- 2007 wurde der Salzlandkreis aus drei bisherigen Landkreisen gebildet. Zeittafel



