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Ausbildung und Studium in der DDR

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4. März | 15:00 17:00

Ausbildung und Studium in der DDR

Wie lief Ausbildung in der DDR eigentlich ab – und was bedeutete es, dort zu studieren? Am Mittwoch, 04.03.2026 um 15:00 Uhr lädt die Staßfurter URANIA e. V. zum Mittwochstreff in ihre Räume am Prinzenberg 18 in Staßfurt ein. Der Nachmittag ist als Vortrag mit anschließender Gesprächsrunde geplant – also nicht nur zuhören, sondern auch nachfragen, einordnen, erinnern (und vielleicht auch mal staunen).

Worum geht es – und warum lohnt sich das Zuhören?

Zwischen Lehrvertrag, Berufsausbildung, Facharbeiterbrief und Hochschulstudium lag in der DDR ein klar strukturierter Bildungsweg – jedenfalls auf dem Papier. In der Praxis war vieles komplexer: Welche Rolle spielten Betriebe und Kombinate? Wie wurden Studienplätze vergeben? Und wie stark beeinflussten gesellschaftliche Erwartungen oder politische Rahmenbedingungen die persönliche Entscheidung?

Der Vortrag öffnet den Blick auf Strukturen, Möglichkeiten und Grenzen. Und ganz ehrlich: Wer heute über Fachkräftemangel oder Bildungsgerechtigkeit diskutiert, merkt schnell, dass historische Erfahrungen manchmal überraschend aktuell klingen – nicht identisch, aber als Vergleichsfolie. Genau da wird es spannend.

Ein Thema mit vielen Perspektiven (und Erinnerungen)

Viele Menschen aus der Region haben die DDR-Bildungswelt selbst erlebt – als Lehrling, Studentin, Ausbilder, Elternteil. Andere kennen sie nur aus Erzählungen oder Dokumentationen. Beides ist wertvoll. Im Urania-Vortrag in Staßfurt geht es deshalb nicht um „richtig“ oder „falsch“, sondern um Verstehen: Wie funktionierte das System? Welche Chancen bot es? Wo lagen Hürden? Und wie fühlte es sich an, wenn die eigene Zukunft plötzlich von einer Zusage (oder eben nicht) abhing?

Referent: Dipl.-Ing. oec. Hans-Joachim Kollath

Als Referent begrüßen wir Dipl.-Ing. oec. Hans-Joachim Kollath. Seine berufliche Perspektive und der Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge können dabei helfen, Bildungswege nicht isoliert zu betrachten, sondern im Kontext von Arbeitswelt, Planwirtschaft und betrieblichen Anforderungen.

Gesprächsrunde: Fragen, Ergänzungen, eigene Beispiele

Nach dem Vortrag ist Raum für Austausch. Vielleicht gibt es Fragen wie: „Wie war das mit der FDJ?“, „Welche Rolle spielten Polytechnische Oberschule und EOS?“ oder „Wie liefen Praktika und Delegierungen?“ Und manchmal entsteht daraus ein Nebensatz, eine kleine Erinnerung – und plötzlich wird Geschichte greifbar. Genau diese Mischung aus Wissen und persönlicher Erfahrung macht die Erwachsenenbildung in der Staßfurter URANIA so lebendig.

Hinweise

  • Eintritt: kostenlos, offen für alle
  • Kontakt: Tel. 03925 – 624295, E-Mail: info@stassfurter-urania.de
  • Änderungen: vorbehalten.

Ausbildung und Studium in der DDR

  • Die Polytechnische Oberschule (POS) war über viele Jahre der Standard-Schulweg bis zur 10. Klasse.
  • Die Erweiterte Oberschule (EOS) führte zum Abitur – allerdings mit begrenzten Plätzen und Auswahlkriterien.
  • Berufsausbildung und Praxis waren eng gekoppelt: Betriebe waren oft zentrale Lernorte.
  • Viele Ausbildungen kombinierten praktische Arbeit mit Unterricht in Berufsschulen.
  • Studienplätze wurden nicht nur nach Noten, sondern auch nach Bedarf und (teils) gesellschaftlichen Kriterien vergeben.
  • Delegierung“ bedeutete, dass Betriebe oder Institutionen Personen gezielt für ein Studium vorschlugen.
  • Das System setzte stark auf Planung: Ausbildungsrichtungen sollten zur Wirtschaftsstruktur passen.
  • Technische und naturwissenschaftliche Studiengänge hatten häufig einen hohen Stellenwert.
  • Frauen waren in vielen Ausbildungswegen präsent – in manchen technischen Bereichen jedoch weiterhin unterrepräsentiert.
  • Nach 1990 wurden viele Bildungsabschlüsse neu bewertet oder umgestellt – ein Einschnitt, der bis heute nachwirkt.
Kostenlos

03925 – 62 42 95

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Prinzenberg 18
Staßfurt, Sachsen-Anhalt 39418 Germany
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03925624295
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