
Wie ich Pfarrerin geworden bin

21. Oktober | 15:00 – 17:00
Wie ich Pfarrerin geworden bin…
Ein persönlicher Weg in einen besonderen Beruf
Am Mittwoch, 21. Oktober 2026, um 15:00 Uhr lädt die Staßfurter Urania e. V. zu einem Vortrag mit Gesprächsrunde ein. Dr. Johanna Reitmeier-Filax spricht unter dem Titel „Wie ich Pfarrerin geworden bin…“ über ihren Weg in das Pfarramt. Veranstaltungsort ist die Staßfurter Urania, Prinzenberg 18 in Staßfurt. Der Eintritt ist kostenlos, der Mittwochstreff ist offen für alle.
Der Titel macht deutlich, dass an diesem Nachmittag eine persönliche Perspektive im Mittelpunkt steht. Wie entsteht der Entschluss, Pfarrerin zu werden? Welche Stationen liegen zwischen einem ersten Interesse an Theologie und der Arbeit in einer Gemeinde? Und welche Erfahrungen prägen einen Weg, der wissenschaftliche Ausbildung, kirchliche Praxis und persönliche Entscheidungen miteinander verbindet? Die Ankündigung nennt bewusst keine einzelnen biografischen Etappen. Diese bleiben dem Vortrag von Dr. Johanna Reitmeier-Filax vorbehalten.
Vom Theologiestudium zur kirchlichen Praxis
Als Hintergrund zum Thema lässt sich der typische Weg in ein evangelisches Pfarramt in Deutschland einordnen. Nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland gehören dazu in der Regel ein Studium der Evangelischen Theologie und anschließend eine praktische Ausbildungsphase, das Vikariat. Das Studium setzt sich unter anderem mit biblischen Texten, Kirchengeschichte, systematischer Theologie und praktischer Theologie auseinander. Für den klassischen Pfarramtsweg folgen theologische Prüfungen und die praktische Vorbereitung auf Aufgaben in Gemeinde, Schule, Predigt und Seelsorge.
Gerade deshalb kann ein persönlicher Erfahrungsbericht Aspekte sichtbar machen, die keine Ausbildungsordnung vermittelt: Zweifel, Wendepunkte, Begegnungen, Erwartungen und die Frage, wie sich Beruf und eigene Überzeugungen zueinander verhalten. Der Titel „Wie ich Pfarrerin geworden bin…“ lässt Raum für genau diese biografische Dimension, ohne vorwegzunehmen, welche Erfahrungen die Referentin schildern wird.
Was zum Pfarrberuf gehört
Das Pfarramt wird häufig zuerst mit Gottesdiensten und Predigten verbunden. Tatsächlich umfasst es deutlich mehr. Seelsorge, Taufen, Trauungen, Beerdigungen, Bildungsarbeit, Gemeindeleitung und die Begleitung von Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen können dazugehören. Die praktische Ausbildung im Vikariat soll deshalb nicht nur theologisches Wissen vertiefen, sondern auf vielfältige Situationen im Berufsalltag vorbereiten.
Für Besucherinnen und Besucher aus Staßfurt und Umgebung bietet die Veranstaltung die Gelegenheit, hinter die formale Berufsbezeichnung zu schauen. Wer sich für Kirche, Biografien, Berufswahl, Theologie oder gesellschaftliche Aufgaben von Kirchengemeinden interessiert, findet hier einen konkreten Gesprächsanlass. Auch Menschen ohne kirchlichen Hintergrund können Fragen dazu stellen, wie eine Pfarrerin ausgebildet wird und welche Anforderungen der Beruf mit sich bringt.
Gespräch statt abstrakter Berufsinfo
Die Staßfurter Urania e. V. kündigt ausdrücklich einen Vortrag mit Gesprächsrunde an. Damit steht neben der persönlichen Erzählung auch der Austausch im Raum. Der Nachmittag bietet vielmehr die Möglichkeit, einen individuellen Weg kennenzulernen und ihn vor dem Hintergrund eines Berufes zu betrachten, der wissenschaftliche, soziale und geistliche Aufgaben verbindet.
10 interessante Fakten zum Thema
- Zum klassischen Weg in das evangelische Pfarramt gehören ein Studium der Evangelischen Theologie und eine zweite praktische Ausbildungsphase, das Vikariat. Quelle: EKD
- Das Vikariat ist in seiner Funktion mit dem Referendariat anderer akademischer Berufe vergleichbar und bereitet praxisorientiert auf das Pfarramt vor. Quelle: EKD
- Theologiestudium und Vikariat werden im klassischen Ausbildungsweg jeweils mit theologischen Prüfungen abgeschlossen. Quelle: EKD
- Die Regelstudienzeit für Evangelische Theologie wird von der EKD mit zehn Semestern angegeben, für notwendige alte Sprachen können zusätzliche Semester anerkannt werden. Quelle: EKD
- Das Vikariat umfasst praktische Erfahrungen unter anderem in Kirchengemeinde, Schule, Predigerseminar und Seelsorge. Quelle: EKD
- Evangelische Theologie arbeitet wissenschaftlich mit biblischen Texten und Fragen des Glaubens und nutzt dabei auch historisch-kritische Methoden. Quelle: EKD
- Für Menschen mit erstem Hochschulabschluss und Berufserfahrung existieren in bestimmten Landeskirchen und Hochschulen auch alternative oder berufsbegleitende Wege in Richtung Pfarramt. Quelle: EKD
- Zu den Aufgaben von Pfarrerinnen und Pfarrern können Predigt, Gottesdienst, Taufe, Trauung und seelsorgliche Begleitung gehören. Quelle: EKD
- Die konkrete Ausgestaltung von Ausbildung, Vikariat und Pfarrdienst richtet sich nach den Ordnungen der jeweiligen Landeskirchen. Quelle: EKD
- Die Ordination ist kirchenrechtlich mit dem pfarramtlichen Dienst verbunden, Einzelheiten regeln EKD, Gliedkirchen und kirchliche Zusammenschlüsse. Quelle: EKD



